Der neue PRCD-S+ - Eine Handbreit mehr Sicherheit

10.01.2017 18:51:53

Ortsveränderliche Personenschutzeinrichtungen mit erweiterten Schutzfunktionen – so genannte PRCD-S – sind zum Schutz gegen elektrischen Schlag unter anderem im Handwerk und im gewerblichen Bereich wie auf Bau- und Montagestellen vorgeschrieben. Gerade hier muss man mobile Betriebsmittel wie Maschinen regelmäßig an Steckdosen betreiben, deren Funktionssicherheit man selbst nicht hinreichend überprüfen kann und so – auch in Anbetracht der dort häufig vorherrschenden rauen Umgebungsbedingungen - der Gefahr fehlerhafter Elektroinstallationen ausgesetzt ist. PRCD-S bieten dabei gegenüber herkömmlichen FI-Schutzschaltern eine deutlich höhere Sicherheit, da sie nicht nur Fehler im Verbraucher, sondern auch im speisenden Netzt erkennen. Hierbei geht es also nicht nur um die Überwachung gefährlicher Körperströme. Auch weitreichende Anlagenfehler wie vertauschte Leiter, Leiterunterbrechungen, Fremdspannungen oder eine Unterspannung lassen ein Einschalten des Verbrauchers erst gar nicht zu oder schalten ihn im Fehlerfall automatisch allpolig ab. PRCD-S ermöglichen somit eine Stromentnahme nur aus sicheren Steckdosen. Wie ein Verlängerungskabel werden sie einfach zwischen Verbraucher und Speisepunkt gesteckt.

Um ihre Schutzfunktion allumfassend erfüllen zu können, führen PRCD-S bei jedem Einschaltvorgang eine Messung über den Körper des Benutzers durch. Nur wenn kein Fehler gemessen wird, erfolgt eine Freigabe der Spannung zum angeschlossenen Verbraucher. Dafür sind die Schutzgeräte allerdings auf direkten Hautkontakt angewiesen. Trägt man beim Einschalten des PRCD-S beispielsweise Arbeitshandschuhe, kann die Messung nicht erfolgen, trotzdem aber haben die bisher am Markt verfügbaren Modelle dem Anwender eine ordnungsgemäß bestandene Testroutine bestätigt und die Netzversorgung damit auch freigegeben. Ein gefährlicher Trugschluss, denn etwaig auf dem Erdleiter vorhandene Fremdspannungen konnten gar nicht erkannt werden, wodurch Gehäuseteile angeschlossener Verbraucher unter lebensgefährlicher Spannung stehen könnten, respektive die Schutzeinrichtung ihrer Aufgabe gar nicht nachgekommen ist. Bekannt ist diese Prämisse bereits seit längerer Zeit und so haben Einrichtungen wie Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger eindeutige Sicherheitshinweise und Warnaufkleber in Umlauf gebracht.

Abhilfe schafft hier der ab sofort erhältliche PRCD-S+, den Art Lighting ins eigene Lieferprogramm übernommen hat. Wesentliches Merkmal der „Plus“-Ausstattung: Ein Einschalten des Schutzgerätes ist nur ohne Handschuhe möglich. Die zuvor beschriebenen Messfehler werden durch einen Warnton quittiert, Spannung für den Verbraucher gibt es so aber trotzdem nicht. Ebenso entfällt die bisher bekannte Test-Taste solcher Schutzeinrichtungen. Bei jedem Einstecken des PRCD-S+ erfolgt eine vollautomatische Routineprüfung und erst wenn sich die speisende Steckdose in einem fehlerfreien Zustand befindet, ist ein Einschalten des PRCD-S+ überhaupt möglich. Zusätzliche werden durch das neue Modell auch Überspannungen und Gleichspannungen erkannt und nicht durchgeschaltet. Standard hingegen ist die vorgeschriebene Unterspannungsauslösung, womit ein selbstständiges Einschalten des Verbrauchers nach einem Stromausfall unmöglich ist. Der neue PRCD-S+ ist als mobiles Schukokabel, als Schukokabel mit Dreifachkupplung oder in Verbindung mit einer Vollgummi-Kabeltrommeln lieferbar.

PRCD-S+ Schukokabel

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